Qualitätsmanagement

 

Thomas Gess, technischer Leiter Fenster

Seit 2000 ISO

Fragen an Thomas Gess, technischer Leiter Fenster.


Vor gut fünf Jahren ließ sich Kohlmeyer Fassadenbau nach ISO-Norm zertifizieren. Hat sich der Aufwand gelohnt?
Gess: Die Zertifizierung hat eine Menge gebracht. In mittelständischen Unternehmen neigt man ja zu der Annahme, dass alles überschaubar ist und jeder weiß, was der andere tut. Wir wurden schnell eines Besseren belehrt.

 

Wo wurde angesetzt?
Gess: Die wichtigsten Stichworte sind Schnittstellen und Verantwortung. An den Schnittstellen tauchen oft immer die gleichen Probleme auf, aber keiner fühlt sich so richtig zuständig. Jetzt ist jeder Vorgang von Anfang bis Ende genau beschrieben, Verantwortungs- und Tätigkeitsbereiche sind klar definiert.

 

ISO gilt als Qualitätsnorm, ist Qualität denn messbar?
Gess: Ganz wichtig für Qualität ist Kontrolle. Es muss festgelegt sein, was kontrolliert werden muss und wer es macht. Fehler müssen entdeckt werden, bevor sie beim Kunden auftauchen können. Das ist natürlich messbar. Die Zahl der Reklamationen ging bei uns deutlich zurück.

 

ISO bedeutet aber auch eine Menge Papier...
Gess: Das bleibt nicht aus, weil alles dokumentiert werden muss. Die Ordner, in denen jeder Vorgang nun beschrieben ist, sind für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter aber ein unschätzbarer Fundus. Zudem wurde im Zuge der Zertifizierung auch das Formularwesen geordnet und vereinfacht.

 

Nur wenige Metallbauer sind zertifiziert. Welche Rolle spielt die Zertifizierung für den Kunden?
Gess: Das Thema ist vor allem für größere Investoren interessant.